Imitierte Bewegung

  • 11. May 2011

Sensorsystem, das Bewegungen frei im Raum detektiert, erleichtert die Steuerung von Industrierobotern.

Man bewegt den Arm – und ein Roboter führt die Bewegung nach. Diese intuitive Bedienung ist dank eines Eingabegeräts möglich, das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart entwickelt haben. In dem Eingabegerät befinden sich verschiedene Bewegungssensoren (Inertialsensoren). Entscheidend ist ihr Zusammenspiel: Spezielle Algorithmen fusionieren die Daten der einzelnen Sensoren und ermitteln daraus ein Bewegungsmuster. So ist es möglich, Bewegungen frei im Raum zu detektieren.

Abb.: Der Roboterarm lässt sich über ein Eingabegerät lenken. Bewegt sich die Hand mit dem Gerät, so ahmt der Roboter die Bewegung nach. (Bild: Fraunhofer IPA)

Abb.: Der Roboterarm lässt sich über ein Eingabegerät lenken. Bewegt sich die Hand mit dem Gerät, so ahmt der Roboter die Bewegung nach. (Bild: Fraunhofer IPA)

Neben Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin (z.B. zur Regelung aktiver Prothesen) könnte das Sensorsystem die Programmierung von Industrierobotern vereinfachen. Bisher nutzt man dazu ein Lasertrackingsystem, bei dem die Bewegung mit einem Stab vorgemacht wird, auf dem sich ein weißer Markierungspunkt befindet. Ein Laserstrahl wird an diesem Punkt reflektiert und die Bewegung anhand des reflektierten Lichts dokumentiert. Das System einzurichten und zu kalibrieren ist jedoch recht zeitaufwändig. Mit dem neuen Eingabegerät soll diese Vorbereitung künftig entfallen.

Fraunhofer IPA / MH

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