Deutschland im Mittelfeld

  • 08. December 2005


Deutschland im Mittelfeld
 

Berlin (dpa) - Deutschland belegt bei der Innovationsfähigkeit im Vergleich von 13 Industrienationen den sechsten Platz. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als Auftraggeber am Mittwoch in Berlin vorstellten. Vor Deutschland liegen die USA, Finnland, Schweden, Dänemark und Japan. Auf den übrigen Plätzen folgen Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Österreich, Spanien und Italien.

Gründe für das mittelmäßige Abschneiden Deutschlands seien Schwächen im Bildungssystem und mangelnde Risikobereitschaft der Bevölkerung, hieß es. Auch bei zukunftsorientierten Spitzentechnologien und bei Neugründungen innovativer Unternehmen könne die Bundesrepublik im internationalen Vergleich noch aufholen. Negativ sei zudem eine schwach ausgeprägte Teilnahme von Frauen am Innovationsprozess.

Zu Deutschlands Pluspunkten zählen die Wissenschaftler eine ausgeprägte Kultur der Vernetzung zwischen Unternehmen. Gute Noten gab es auch für fortwährende Innovationen bei forschungsintensiven Industrien und bei Dienstleistungen.

Die Studie mit dem Titel «Innovationsindikator Deutschland» wurde jetzt erstmals erstellt und soll künftig jährlich erscheinen. Im Gegensatz zu anderen Studien berücksichtige das Werk neben statistischen Daten auch Einstellungen der Gesellschaft, hieß es. «Mit dem Innovationsindikator Deutschland wollen wir dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für Forschung, Technologie und Innovation zu stärken», sagte der Stiftungschef und frühere Außenminister Klaus Kinkel. Die Telekom gründete die Stiftung im vergangenen Jahr.

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