Etablierte Windkraft

  • 17. May 2006


Hamburg (dpa) - Die Windkraft-Branche sieht sich weltweit auf dem Weg zu einer etablierten Energiequelle. Durch den Anstieg der Preise für fossile Rohstoffe wie Öl und Gas werde Windkraft schon viel eher wirtschaftlich, als bislang zu erwarten war, sagte der Vorsitzende der Windenergie-Sparte im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Norbert Giese, am Dienstag bei der Windenergie-Messe in Hamburg. Schon jetzt sei Windstrom an einigen Tagen des Jahres günstiger als Börsenstrom von der Leipziger Strombörse.

«Mit der Mischung der Energiequellen verringert sich die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland, und damit werden die Preisschwankungen geringer», sagt der Präsident des Europäischen Windenergie-Verbandes (EWEA), Arthouros Zervos. Gegenwärtig steuere die Windenergie nur drei Prozent zur europäischen Stromerzeugung bei, doch werde sich dieser Anteil bis 2030 auf 20 bis 25 Prozent erhöhen. Allein in den nächsten fünf Jahren soll sich die installierte Leistung von Windenergie-Anlagen in Europa verdoppeln. «Jetzt engagieren sich auch die großen Energiekonzerne, Windenergie wird zum Mainstream», sagte Zervos.

Die andauernd hohe Nachfrage nicht nur aus Europa, sondern auch aus den USA, habe bei den Herstellern bereits zu längeren Lieferfristen und Engpässen auf den Zuliefer- und Beschaffungsmärkten geführt, sagte Giese. Daher seien auch die Preise gestiegen. «Auf der anderen Seite werden die Anlagen größer und effektiver», betonte Giese. Die Branche erwarte starke Impulse aus dem Bau von Windkraft- Parks vor der Küste, der in Deutschland noch gar nicht begonnen habe.

Bei der Messe «WindEnergy» präsentieren 330 Aussteller aus 26 Ländern in Hamburg ihre Produkte, Dienstleistungen und Neuheiten, von der Erzeugung von Windenergie bis hin zu Fragen der Finanzierung und Versicherung. Die viertägige Messe endet am Freitag.

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