Land der Erfinder

  • 19. June 2006


München (dpa) - Deutschland hat seinem Ruf als «Land der Erfinder» im vergangenen Jahr wieder alle Ehre gemacht. Aus keinem anderen europäischen Land seien mehr Entwicklungen zum Patent angemeldet worden, sagte der Präsident des Europäischen Patentamts, Alain Pompidou, am Montag in München. Weltweit stieg die Zahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt im Jahr 2005 um rund sieben Prozent auf 193 600. «Diese Zahl stellt einen neuen Rekord für uns dar», sagte Pompidou. In diesem Jahr könne die Marke von 200 000 Anmeldungen übersprungen werden.

Viele Anträge scheitern allerdings an den strengen Kriterien der Patentprüfer. «Sie müssen versuchen, die Spreu vom Weizen zu trennen», sagte Controller Wolfram Förster. Die Zahl der veröffentlichten Patente ging um rund neun Prozent auf 53 300 zurück. Dies liege auch daran, dass das Amt den Anmeldern bereits zu einem frühen Zeitpunkt mitteile, ob überhaupt Chancen auf ein Patent bestünden. Um unnötige Kosten zu sparen, zögen viele Anmelder ihren Antrag dann zurück.

Ein Großteil der Patentanmeldungen kam aus der Industrie. Mit 4883 Anmeldungen führte Philips die Liste der größten Patentanmelder an, gefolgt von Siemens mit 1863 und Samsung mit 1585 Anträgen. Besonders häufig sollten Erfindungen im Bereich der Medizintechnik geschützt werden (14 700). Auch die Entwickler in der Fahrzeugtechnik ließen sich viele Neuheiten einfallen: der Anteil der Anmeldungen in diesem Bereich stieg um fast sieben Prozent und damit stärker als in allen anderen Industriesparten.

Weltweit meldeten nur die USA (32 700) noch mehr Entwicklungen beim Europäischen Patentamt an als Deutschland mit 23 800. Auf Platz drei folgte Japan mit 21 500. Innerhalb Europas rangieren mit großem Abstand Frankreich und die Niederlande hinter Deutschland. In Großbritannien und Finnland gingen die Anmeldungen leicht zurück. Besonders stark nahmen die Patentanmeldungen aus Südkorea, Indien und China zu.

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