Kleinere Jenoptik mit 20 Prozent Wachstum

  • 14. November 2006

Jena (dpa) - Der Jenoptik-Konzern profitiert vom Verkauf des milliardenschweren Geschäfts mit Fabrikbauten und einer gestiegenen Nachfrage nach Lasertechnik. Das auf Optik, Laser und Sensoren geschrumpfte Technologieunternehmen erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg von fast einem Fünftel auf 344,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 24,2 Millionen Euro ebenfalls fast 21 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, teilte der Vorstand am Montag in Jena mit.

In den fortgeführten Geschäftsbereichen verdiente der Optik-Konzern 11,8 Millionen Euro nach 10,0 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Konzernergebnis, das im vergangenen Jahr durch hohe Abschreibungen vor dem Verkauf der größten Tochter M+W Zander AG (Stuttgart) belastet wurde, lag mit 14,0 Millionen Euro im Plus. Der Vorstand hob die Umsatzprognose für 2006 leicht an. Die Erlöse sollen die angepeilte Marke von 450 Millionen Euro übersteigen. Das Betriebsergebnis ohne Holdingkosten werde im oberen Bereich der Spanne von 38 bis 44 Millionen Euro liegen. Jenoptik beschäftigt derzeit 3000 Mitarbeiter.

Das ostdeutsche Unternehmen hatte sich in diesem Jahr von M+W Zander und damit einem Umsatzvolumen von 1,5 Milliarden Euro und 7200 Beschäftigten getrennt. Die Jenoptik-Tochter mit den Bereichen Anlagenbau/Reinraumtechnik und Gebäudedienstleistungen wurde im Mai von einer Investmentgesellschaft übernommen. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf verringerte Jenoptik seinen Schuldenstand. Die Nettoverschuldung betrug per Ende September 211,1 Millionen Euro. Zu Jahresbeginn waren es noch 375,5 Millionen Euro.

Nach Unternehmensangaben lag der Auftragseingang Ende September bei 346,5 Millionen Euro und damit 3,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die gestiegenen Nachfrage nach Investitionsgütern habe positive Effekte vor allem für die Laser- und Optik-Sparte gehabt. Die Jenoptik-Aktie notierte 2,5 Prozent im Plus bei 7,44 Euro.

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