Chemie mit gutem Start

  • 15. May 2007

Frankfurt/Main (dpa) - Die chemische Industrie ist unerwartet gut in das Jahr 2007 gestartet und hat ihre Wachstumserwartungen deutlich nach oben geschraubt. In diesen Jahr werde die Produktion um rund drei Prozent zunehmen, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt mit. Der Umsatz werde um 4,5 Prozent steigen. Nach dem sehr guten Jahr 2006 hatte der Verband noch mit einer Abschwächung des Wachstums auf zwei Prozent Produktionsplus und 2,5 Prozent Umsatzplus gerechnet. «Zurzeit spricht alles dafür, dass wir vor einem weiteren erfolgreichen Jahr für die chemische Industrie stehen», sagte VCI-Präsident Werner Wenning.

Im ersten Quartal erhöhte sich die Produktion im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent. Im Vergleich zum Schlussquartal 2006 legte die Produktion um ein Prozent zu. Damit habe sich das Wachstum nahezu ungebremst fortgesetzt. Die Kapazitäten seien mit knapp 87 Prozent weiter gut ausgelastet. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal bei etwas höheren Preisen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 42 Milliarden Euro zu. «Vor allem das Inlandsgeschäft läuft gut, die Nachfrage von unseren industriellen Kunden ist stark und robust», sagte Wenning. Der Inlandsumsatz stieg im ersten Quartal um 8,5 Prozent, die Auslandsnachfrage legte um 7,5 Prozent zu.

Für das gesamte Jahr 2007 rechnet der VCI damit, dass die Wachstumsimpulse aus dem Inland die leicht nachlassenden Impulse aus dem Exportgeschäft mehr als ausgleichen können. Allerdings werde sich die positive Entwicklung der vergangenen zwei Jahre nicht wiederholen lassen. 2005 hatte die chemische Industrie mit einem Plus von 7,1 Prozent den höchsten Produktionszuwachs seit mehr als 20 Jahren erzielt. Der Umsatz lag bei höheren Erzeugerpreisen um 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert. 2006 war die Produktion um 3,5 Prozent gestiegen, der Umsatz um 6,0 Prozent. «Der Aufschwung der Branche setzt sich fort», sagte VCI-Präsident Wenning.

Im ersten Quartal waren 417 500 Mitarbeiter in der Branche beschäftigt. Die Belegschaftszahlen, die wegen der Auslagerung von Unternehmensteilen rückläufig sind, hätten durch vermehrte Neueinstellungen in Folge der guten Chemiekonjunktur konstant gehalten werden können.

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