Auf den Spuren des Klimawandels

  • 04. April 2007



Bremer Umweltphysiker starten mit dem Forschungsschiff „Maria S. Merian“ eine groß angelegte Vermessungskampagne in den subpolaren Nordatlantik.

Am 7. April 2007 startet das deutsche Forschungsschiff „Maria S. Merian“ zu einer groß angelegten Vermessungskampagne in den subpolaren Nordatlantik. Die Expedition wird von Monika Rhein vom Institut für Umweltphysik der Universität Bremen geleitet. Ziel dieser Reise ist es, die Schwankungen in der Zirkulation und Bildung von Wassermassen zu untersuchen, die für die ozeanische Komponente des Klimasystems von Bedeutung sind.

Im subpolaren Nordatlantik wird warmes salzreiches Nordatlantikwasser, das seinen Ursprung in den Subtropen hat, ins Europäische Nordmeer transferiert. Im Gegenzug werden Wassermassen aus dem Nordmeer in den tiefen und kalten Zweig der atlantischen Umwälzbewegung eingespeist.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden im subpolaren Nordatlantik starke Veränderungen in den Eigenschaften und in der Ausbreitung von Wassermassen festgestellt, die sich über die gesamte Wassersäule erstreckten. Zwei am 23. März und 24. März 2007 in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlichte Artikel aus der Arbeitsgruppe um Monika Rhein fassen das derzeitige Wissen bezüglich der Änderungen in der Bildung von Nordatlantischem Tiefenwasser und den Zusammenhang zu Änderungen in der Stärke der oberflächennahen Zirkulation zusammen. Bisher vorhandene auf Messdaten beruhende Zeitreihen sind demnach noch nicht ausreichend, um natürliche Schwankungen von Veränderungen zu trennen, die auf menschliche Einflüsse zurückzuführen sind.

Abb.: Die Schwankungen in der Stärke der Zirkulation werden durch eine Kombination von Daten von Satelliten, Tiefendriftern, Langzeitsensoren, und Schiffsmessungen ermittelt. (Quelle: Uni Bremen)

Die Aktivitäten im Rahmen der jetzt bevorstehenden Expedition MSM05/1 mit „Maria S. Merian“ umfassen neben der schiffsgestützten Vermessung das Auslesen von verankerten Langzeitsensoren. Die Kombination der gewonnenen Daten wird auf einen möglichen Einsatz in einem zukünftigen Frühwarnsystem für klimarelevante Änderungen im Nordatlantik getestet. Diese Arbeiten sind Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Verbundvorhabens „Nordatlantik“, in dem alle Einrichtungen der deutschen Meeresforschung vertreten sind.

Quelle: Universität Bremen

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