PETRA III nimmt den Forschungsbetrieb auf

  • 06. September 2010

Erste externe Nutzer an der neuen Synchrotronquelle begrüßt.

DESYs neue Röntgenquelle PETRA III hat ihren Betrieb für die internationale Wissenschaft aufgenommen. An der Synchrotronquelle der dritten Generation mit 2,3 Kilometern Umfang wurden die ersten externen Nutzer begrüßt und damit die erste offizielle Messperiode gestartet. "Bereits die erste Messzeitperiode von PETRA III ist überbucht", sagt der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, Helmut Dosch. "Das zeigt das immense Interesse der Nutzergemeinde an unserer neuen Synchrotronstrahlungsquelle."

Abb.: Begrüßung der ersten Nutzergruppe an PETRA III. Von links: Bruno Merk, Tim Seidl, Beatrice Schuster, Florian Pforr, Helmut Dosch, Hermann Franz. (Bild: DESY)

Aus insgesamt 54 Anträgen auf Messzeit wurden in einem internationalen Gutachterverfahren 32 wissenschaftliche Arbeitsgruppen ausgewählt. Sie werden in dieser Messperiode, die bis Weihnachten andauert, an den ersten drei Messplätzen bei PETRA III ihre Experimente durchführen. Die Themengebiete der Experimente sind breit gestreut, von Hochtemperatur-Supraleitung und Magnetismus bis zur Abbildung biologischer Nanostrukturen. Das erste externe Experiment wird von einer Wissenschaftlergruppe des GSI-Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt, durchgeführt und untersucht atomare Strukturänderungen von Zirkoniumdioxid, die durch Bestrahlung mit Schwerionen hervorgerufen wurden.

Parallel zu den ersten Forschungsarbeiten werden die übrigen Messplätze in der knapp 300 Meter langen PETRA III-Experimentierhalle weiter ausgestattet und in Betrieb genommen. Neben den drei Strahlführungen, an denen jetzt der Nutzerbetrieb startet, laufen bereits vier weitere im Probebetrieb. Bis Ende dieses Jahres soll an allen 14 Strahlführungen das brillante Röntgenlicht von PETRA III ankommen. Nach und nach werden so in den kommenden Messperioden sämtliche PETRA III-Messplätze für Nutzerexperimente zur Verfügung stehen.

PETRA III ist DESYs neue Synchrotronstrahlungsquelle der dritten Generation. Der bereits vorhandene PETRA-Speicherring mit 2,3 Kilometern Umfang wurde für eine Summe von 234 Mio. Euro zur weltweit modernsten Synchrotronlichtquelle ihrer Art umgebaut. In einer neu errichteten knapp 300 Meter langen Experimentierhalle können im Endausbau an 30 Messstationen gleichzeitig bis zu 16 Experimente mit dem hochbrillanten Röntgenlicht des PETRA III-Beschleunigers stattfinden.

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

Weitere Infos

PH
 

Share |

Webinar

Einführung in die Simulation von Halbleiter-Bauelementen

  • 30. November 2017

Von Mosfets über LEDs bis zu Wafern – Halb­leiter­bau­elemente sind essen­tielle Bestand­teile moderner Tech­nik in nahezu allen Bran­chen. Die nume­ri­sche Simu­la­tion kann dabei ein wich­ti­ges Hilfs­mit­tel dar­stel­len, um diese Bau­elemen­te in ihrer Funk­tions­weise zu analy­sie­ren und somit deren Kon­zep­tion zu er­leich­tern.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer