Heilen mit Quanten

  • 07. June 2018

Millionen-Förderung für neuartige Quantentechnologie in der Biomedizin.

Es ist ein weiterer Schub für die Ulmer und Stuttgarter Quanten­technologie. Mit bis zu acht Millionen Euro fördert die Carl-Zeiss-Stiftung das Vorhaben TQuant, in dem Forscher die Gesetze der Quanten­mechanik für neu­artige bio­medizinische Anwendungen nutzen wollen. Mit diesem gemeinsamen Projekt war die inter­disziplinäre Gruppe bereits bei der Exzellenz­strategie erfolg­reich und hat einen Voll­antrag für ein Exzellenz­cluster gestellt. Ende September wird die Entscheidung über diesen Antrag bekannt gegeben.

Abb.: Im Bereich Quantentechnologie erhalten Ulmer und Stuttgarter Wissenschaftler eine Förderung in Millionenhöhe. (Bild: H. Grandel / U. Ulm)

Abb.: Im Bereich Quantentechnologie erhalten Ulmer und Stuttgarter Wissenschaftler eine Förderung in Millionenhöhe. (Bild: H. Grandel / U. Ulm)

In den kommenden sechs Jahren wird die Stiftung die Aktivitäten der inter­disziplinären Forscher­gruppe, die bereits im gemeinsamen, standort­über­greifenden Zentrum IQST gebündelt sind, mit bis zu acht Millionen Euro fördern. Die Physiker, Ingenieure, Lebens­wissenschaftler sowie Mathematiker und Experten aus weiteren Fach­disziplinen wollen die Quanten­mechanik für innovative bio­medizinische Anwendungen nutzen. Konkret arbeiten sie daran, bild­gebende Verfahren wie die Magnet­resonanz­tomographie zu optimieren und hoch­leistungs­fähige Sensoren zu entwickeln.

In der Quantentechnologie sind die drei Partner, die Universitäten Ulm und Stuttgart sowie das Max-Planck-Institut für Fest­körper­forschung (Stuttgart), schon jetzt führend. Ministerin Theresia Bauer, Vorsitzende der Stiftungs­verwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung, sagt dazu: „Diese Entwicklung soll durch unsere Förderung weiter­geführt und nach­haltig gestärkt werden.“

Beide Standorte verfügen über eine hervor­ragende Infra­struktur, in der inter­national renommierte Forscher tätig sind. In beiden Universitäts­städten sind Forschungs­gebäude für die Quanten-Bio­wissenschaften, die exakt auf die Bedürfnisse der Forscher abgestimmt sind, im Entstehen oder bereits in Betrieb.

„Die Förderentscheidung der Stiftung bestärkt uns weiter in unserem Forschungs­vorhaben. Die Verbindung der Quanten­technologie mit der Bio­medizin ist einmalig und wird in innovativen Anwendungen für Forschung und Diagnostik münden“, sagt Joachim Ankerhold, Vize­präsident der Universität Ulm für Forschung und Informations­technologie, der zusammen mit Tilman Pfau von der Universität Stuttgart Direktor des IQST ist. Jörg Wrachtrup von der Universität Stuttgart und Sprecher des TQuant-Projekts betont: „Die groß­zügige Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung wird es uns erlauben, die neuen Möglichkeiten der Quanten­sensorik in die medizinische Anwendung und Forschung zu übertragen.“

U. Ulm / DE

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