Ein Smart Meter für alle Ströme

  • 12. March 2018

Neuartiges Strom-Messverfahren kann sowohl starke als auch schwache Ströme präzise bestimmen.

Ein Forscherteam der Fakultät Elektrotechnik der West­sächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) hat ein erfolgreich patentiertes, völlig neuartiges mehr­stufiges Strom-Mess­verfahren entwickelt. Ende 2017 eingetragen, halten die fünf Forscher nun die Patent­urkunden in den Händen. Die Erfindung ermöglicht es, sowohl sehr kleine als auch sehr große Strom­flüsse elektrischer Geräte auf intelligente Weise präzise und mit nur einer Mess­anordnung zu erfassen. Bisher konnten Strom­mess­geräte derartig große Mess­bereiche nur unter Einschränkungen, wie z.B. in der Genauigkeit oder der Mess­geschwindigkeit ermitteln.

Abb: Die Patentinhaber, v. li. stehend: Lutz Zacharias, Mirko Bodach, Kevin Steiner, vorn: Lisa Franke, Ringo Lehmann (Bild: WHZ)

Abb: Die Patentinhaber, v. li. stehend: Lutz Zacharias, Mirko Bodach, Kevin Steiner, vorn: Lisa Franke, Ringo Lehmann (Bild: WHZ)

Mit der erarbeiteten technischen Lösung reagiert das Forscher­team auf die im Zuge der Energie­wende steigenden Anforderungen an die vielfältig eingesetzte Mess­technik zur Ermittlung von Strom­verbräuchen. Gerade in modernen Haushalten und Betrieben werden durch neue Verbraucher unterschiedlichster Leistung, wie unter anderem Elektro­fahrzeuge oder Home Automation Systems sowohl besonders kleine, als auch sehr große Ströme verursacht. Um Strom­verbräuche insbesondere in intelligenten Zählern, korrekt zu erfassen und damit auch genau und effizient abrechnen zu können, werden solche Entwicklungen wie das nun patentierte Mess­verfahren notwendig.

Das hierdurch gegebene millionenfache Einsatz­potenzial der Erfindung, wie u.a. in Smart Metern, Elektro­fahrzeugen und deren Lade­infrastruktur oder auch in einer Vielzahl moderner industrieller Automatisierungs­lösungen kann als Schlüssel­technologie und signifikanter Meilen­stein bei der technischen Umsetzung der Energie­wende dienen. Die Erfinder der Fakultät Elektro­technik, sowohl Nachwuchs­forscher als auch Spezialisten mit langjähriger Erfahrung, sind Lisa Franke, Kevin Steiner, Ringo Lehmann sowie die Professoren Mirko Bodach und Lutz Zacharias. Seit 2015 arbeitete das Team zielstrebig an dieser Entwicklung bis hin zur Patentreife.

Lisa Franke war zum Zeitpunkt der Entwicklung des intelligenten Mess­gerätes noch Studentin an der Fakultät Elektrotechnik. „Das ist natürlich ein besonderer Glücksfall, wenn man als Studentin an einer Patent­entwicklung mitwirken darf. Gemeinsam mit den Professoren konnte ich die ersten Ideen im Rahmen meiner Studien­arbeit umsetzen. Und jetzt halte ich meine erste Patent­urkunde in den Händen!“ Gemeinsam gehen die ambitionierten Forscher in einem nächsten Schritt daran, Industrie­partner für die erarbeitete technische Lösung zu akquirieren.

WHZ / DE

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