Geschichte der Quantengravitation

  • 01. March 2018

Neue Forschungsgruppe an zwei Max-Planck-Instituten gegründet.

Im Februar hat Alexander Blum vom MPI für Wissenschaftsgeschichte die Forschungs­gruppe „Histo­rical Episte­mo­logy of the Final Theory Program“ gegründet. Die neue Gruppe wird in Zusammen­arbeit mit dem MPI für Gravi­ta­tions­physik Forschung in Physik und Wissen­schafts­geschichte zusammen­bringen.

1916 schlug Albert Einstein zum ersten Mal vor, seine neu entwickelte All­ge­meine Relati­vitäts­theorie mit der damals auf­kommenden Quanten­theorie zusammen­zu­führen. Auch hundert Jahre später ist diese Auf­gabe unge­öst. Das Problem, eine Theorie der Quanten­gravita­tion – wie eine solche hypo­the­tische Ver­ein­heit­lichung genannt wird – zu ent­wickeln, ist zum Synonym für die Suche der Physiker nach einer end­gültigen, funda­men­talen Theorie geworden.

„Die Max-Planck-Forschungsgruppe wird diese ein Jahrhundert dauernde Suche mit den Methoden der histo­rischen Erkenntnis­theorie reflek­tieren und bewerten“, sagt Blum. „Unsere Forschung wird sich sowohl mit der histo­risch einzig­artigen Natur der modernen Suche nach einer end­gültigen Theorie befassen, als auch mit der starken Oppo­si­tion, der dieses Programm begegnete – haupt­säch­lich aus der Physik selbst heraus.“

Es ist das ausdrückliche Ziel der Gruppe, historische Forschung in direkter Ver­bin­dung mit der zeit­genös­sischen physi­ka­lischen Forschung zu betreiben und so eine neu­artige, histo­risch-kritische Sicht auf deren Zustand und Zukunft zu bieten. Zu diesem Zweck wird die Gruppe mit dem MPI für Gravi­ta­tions­physik in Potsdam zusammen­arbeiten.

MPIWG / RK

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