Zum zweiten Mal als Institutsleiter berufen

  • 10. January 2018

Oliver Ambacher leitet erneut das Fraunhofer-Institut für ange­wandte Fest­körper­physik.

Seit dem 1. Januar leitet Oliver Ambacher erneut das Fraunhofer-Institut für ange­wandte Fest­körper­physik in Freiburg. Von 2007 bis Ende 2016 stand der Physiker bereits an der Spitze des Instituts und wurde nun zum zweiten Mal als Instituts­leiter berufen. „Ich freue mich sehr über die erneute Möglich­keit, die zukünf­tigen Forschungs­richtungen des Fraun­hofer-IAF mit­ge­stalten zu können. Ich sehe für das Institut und seine Partner große Chancen, Forschungs­ergeb­nisse aus den Bereichen der energie­effi­zienten Opto­elek­tronik, der nach­haltigen elektro­nischen Systeme und der anwendungs­bezo­genen Quanten­sensorik in Inno­va­tionen über­führen zu können“, sagt Ambacher, Pro­fessor für Leistungs­elek­tronik des Instituts für nach­haltige tech­nische Systeme der Uni Freiburg, zur Moti­vation für seine zukünftige Arbeit.

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Abb.: Oliver Ambacher. (Bild: K. Polkowski)

2007 wurde Ambacher zum ersten Mal als Institutsleiter des Fraun­hofer-IAF berufen. In seiner fast zehn­jährigen Tätig­keit erhöhte das Institut seinen jähr­lichen Forschungs­etat um 45 Prozent auf 32 Millionen Euro und die Anzahl der Beschäf­tigten um 55 Prozent auf 280. Die Kompe­tenzen des Instituts wurden ent­lang der Wert­schöpfungs­kette der Halb­leiter­industrie von Materi­alien und Techno­logien über Bau­elemente und Schaltungen hin zu Modulen und Systemen aus­gebaut. Auf diese Weise konnte der Transfer von Forschung und Ent­wick­lung in die indus­trielle Nutzung deut­lich ver­bessert werden. Zukünftig möchte Ambacher die Geschäfts­felder des Instituts durch die Etab­lie­rung neuer Forschungs­themen, wie etwa der Quanten­sensorik und der mem­res­tiven Elek­tronik, befördern. „Diese Ent­wick­lungen können auf den Stärken des Fraun­hofer-IAF in den Bereichen der neu­artigen Materi­alien und der Nano­techno­logien in idealer Weise aufbauen“, erläutert Ambacher.

Ambacher erhielt 1993 den Titel eines Doktors der Natur­wissen­schaften an der TU München. 1995 konzentrierte er seine Forschungs­arbeiten auf gallium­nitrid­basierte elek­tro­nische und opto­elektro­nische Bau­elemente. 1998 erhielt er als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung die Möglich­keit, seine Arbeiten auf dem Gebiet der GaN-Transis­toren für Hoch­frequenz-Leistungs­ver­stärker an der Cornell Univer­sity in den USA zu ver­tiefen. Im Anschluss an seine Habili­ta­tion erfolgte im Jahr 2002 die Ernennung zum Professor für Nano­techno­logie und 2004 die Wahl zum Direktor des Zentrums für Mikro- und Nano­techno­logien an der TU Ilmenau.

Von 2007 bis 2016 war Oliver Ambacher bereits Leiter des Fraunhofer-Instituts für ange­wandte Fest­körper­physik. Im Jahr 2015 erhielt er in dieser Funktion den Karl-Heinz-Beckurts-Preis für die Ent­wick­lung energie­effi­zienter Leistungs­ver­stärker für die Mobil­funk­netze der fünften Genera­tion. Dieser Erfolg moti­vierte 2017 seinen Wechsel inner­halb der Uni Freiburg von der Professur für Verbindungs­halb­leiter zum Lehr­stuhl für Leistungs­elek­tronik am jüngst gegründeten Institut für nach­haltige tech­nische Systeme. Die an der Uni Freiburg etab­lierten Forschungs­arbeiten in den Bereichen der Leistungs- und Hoch­frequenz­elek­tronik können durch Ambachers Rück­kehr an das Fraun­hofer-IAF optimal in besonders energie­effi­ziente elektro­nische Systeme und gemein­sam mit Partnern aus der Industrie in markt­fähige Produkte trans­feriert werden.

Fh.-IAF / RK

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