Feueralarm im All

  • 25. October 2017

Studentischer Versuch zur Feuersicherheit in Schwerelosigkeit mit Preis gewürdigt.

Die drei Wissenschaftler Florian Meyer, Tim Schwenteck und Maximilian Ruhe des Zentrums für angewandte Raumfahrt­technologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen bekamen am Montagabend, 23. Oktober 2017, im Verlauf der „MoreSpace-Konferenz“ des Weser-Kuriers den Preis für das beste Studenten­projekt für ihr Experiment Experiment „UB-FIRE" (University of Bremen – Fire Safety Research Experiment) überreicht.

Abb.: Florian Meyer, Max Ruhe und Tim Schwenteck mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Patrick Bihn, Vorstand der Bremer Tageszeitung Jan Leßmann, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz Eva Quante-Brandt und Chefredakteur Moritz Döbler

Abb.: Florian Meyer, Max Ruhe und Tim Schwenteck mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Patrick Bihn, Vorstand der Bremer Tageszeitung Jan Leßmann, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz Eva Quante-Brandt und Chefredakteur Moritz Döbler

Zusammen mit ihren ehemaligen Kommilitonen Patrick Bihn und Alex Freier gingen sie im Laufe ihres Master­studiums der bisher nur vage beantworteten Frage nach, wie sich Feuer in der Schwerelosigkeit verhält. Möglich machte die Beantwortung dieser wissenschaftlich relevanten Frage das deutsch-schwedische Studierenden­programm REXUS/BEXUS, welches ausgewählten europäischen Studierenden jährlich die Chance bietet, technische und wissenschaftliche Experimente auf Höhenforschungs­raketen oder Ballonen durchzuführen.

„Im Hinblick auf aktuelle Explorations­vorhaben zum Mond und Mars spielt Feuer­sicherheit eine immer entscheidendere Rolle, da durch die Bildung von giftigen Gasen oder Flammen sowohl technische Systeme als auch die Mannschaft an Bord eines Raum­fahrzeugs oder der Raumstation ISS gefährdet sind“, erläutert Projektleiter Florian Meyer den Hintergrund und die Relevanz ihres Experiments.

Das Ziel von „UB-FIRE“ war die Untersuchung der Feuersicherheit von Material­proben aus Plexiglas mit und ohne Oberflächen­strukturen unter Schwerelosigkeit. Dabei hat das Experiment, welches im März 2016 an Bord einer Höhen­forschungs­rakete nahe Kiruna, Schweden, durchgeführt wurde, unter anderem gezeigt, dass die strukturierten Oberflächen schneller als glatte Oberflächen verbrennen. Grund dafür ist mitunter die reduzierte Wärme­kapazität der Oberflächenstruktur und die vergrößerte Oberfläche. Im Vergleich zu Experimenten auf der Erde zeigte sich eine reduzierte Flammen­ausbreitungs­geschwindigkeit, die vor allem aus dem reduzierten Einfluss der Gravitation resultierte.

Außerdem ist auch die Flammenform sowie die lokal höhere Temperatur des Feuers unter Schwerelosigkeit für den schnelleren Brenn­effekt verantwortlich. Somit liefert das Experiment, welches 15 Monate lang am ZARM mit Hilfe der Arbeitsgruppe Verbrennungs­forschung konstruiert und entwickelt wurde, einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag im Bereich der Feuersicherheit für zukünftige Explorations­missionen von NASA und ESA.

ZARM / DE

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  • 30. November 2017

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