Drohnen unter Kontrolle

  • 19. September 2017

EU-Projekt soll Sicherheit beim Einsatz der unbe­mannten Flug­objekte erhöhen.

Nicht nur für Privat­personen, auch in der Wirtschaft nimmt die Bedeutung von Drohnen in ganz Europa rapide zu. Noch fehlen europaweit harmo­nisierte Regeln zur sicheren und effi­zienten Inte­gration dieser neuen Fluggeräte­klasse in den untersten Luftraum. Das bremst bisher eine noch dyna­mischere Entwicklung. Unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR werden im euro­päischen Forschungs­projekt CORUS (Concept of Operation for EuRopean UTM Systems) Lösungen erarbeitet.

Octocopter-Drohne im bodennahen Einsatz. Neue Regeln sollen Nutzung unbemannten Flugobjekte sicherer machen. (Bild: DLR)

Abb.: Octocopter-Drohne im bodennahen Einsatz. Neue Regeln sollen Nutzung unbemannten Flugobjekte sicherer machen. (Bild: DLR)

Unter der Leitung der Euro­päischen Orga­nisation zur Sicherung der Luftfahrt (EUROCONTROL) bringt CORUS Experten aus der bemannten und unbe­mannten Luftfahrt­praxis sowie aus der Forschung und Wissen­schaft zusammen. Gemeinsam werden die Partner in den kommenden zwei Jahren ein über­greifendes Konzept entwickeln, wie unbe­mannte Luftfahrt­systeme im untersten euro­päischen Luftraum in Zukunft betrieben und geführt werden sollten. „Dieses Konzept wird als Referenz dienen und die sichere Interaktion aller Luftraum­nutzer in niedrigen Höhen ermöglichen“, sagt der Leiter der DLR-Betei­ligung Andreas Volkert. „Dazu werden auch gesell­schaftliche und soziale Fragen berück­sichtigt.“ Die in CORUS ent­stehenden Lösungen werden unter dem Gesichts­punkt einer möglichst breiten Akzeptanz entwickelt, damit unbe­mannte Luft­fahrzeuge ihre Potenziale für Wirtschaft und Gesell­schaft in Zukunft besser ausspielen können.

Das DLR-Institut für Flug­führung wird in dem Projekt eine Sicherheits- und Risiko­bewertung von Flug­szenarien erarbeiten. „Dabei sind ins­besondere die Eigen­schaften des Fluggebiets, wie Besied­lungs- und Luftverkehrs­dichte, aber auch technische und meteoro­logische Einflüsse im Fokus“, so Volkert, der am Braun­schweiger DLR-Institut in der Gruppe Unbemannte Luftfahrt­systeme arbeitet. Aus der Risiko­bewertung werden zusätz­liche Sicherheits-Anfor­derungen für unbemannte Luft­fahrzeuge im unteren Luftraum abgeleitet. Um even­tuelle Zwischen­fälle besser verstehen und rückmelden zu können, entwickeln die Forscher zudem Richtlinien und Meldungs­abläufe.

Das Projekt CORUS ist Teil des Euro­päischen SESAR Programms (Single European Sky ATM Research Programme), einer von der Euro­päischen Kommission und EURO­CONTROL ins Leben gerufenen Ini­tiative zur Vereinheit­lichung, Harmo­nisierung und Synchro­nisierung der Dienste im Rahmen des euro­päischen Flug­verkehrs­managements.

DLR / JOL

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