Experimentieren wie ein Astronaut im All

  • 15. September 2017

Mit einem neuen Arbeitsheft können Kinder und Jugend­liche Alexander Gerst gedank­lich auf seiner Reise zur ISS begleiten.

Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raum­fahrt, dem Klett MINT Verlag, sowie der Stiftung Jugend forscht e. V. wurde das Arbeits­heft „Mit Astro­nauten ins Weltall“ von der DPG erstellt. Anhand zahl­reicher Experi­mente können Kinder und Jugend­liche die ein­zelnen Etappen des Fluges ins All nach­voll­ziehen: vom Start über das An­docken an die Raum­station, sowie das Leben und Arbeiten an Bord der ISS, bis zur Rück­kehr zur Erde. Dabei lernen sie viele natur­wissen­schaft­liche Phäno­mene kennen.

Alexander Gerst

Abb.: ESA-Astronaut Alexander Gerst mit dem neuen Arbeits­heft. (Bild: DLR)

„Mit diesem Schulheft bekommen Lehrkräfte Anleitungen und Lehr­material, das ihnen erlaubt, die Forschung­sarbeiten des Physikers Alexander Gerst mit ihren Schüle­rinnen und Schülern nach­zu­voll­ziehen“, sagt Arnulf Quadt, Vorstands­mitglied Öffent­lich­keits­arbeit der DPG. „So können wir die Begeis­terung für die Physik, Natur­wissen­schaft und Technik an die Forsche­rinnen und Forscher von morgen weiter­geben und sie für eigene Forschung moti­vieren."

Beim Start selbstgebauter Miniatur-Raketen lernen die Schülerinnen und Schüler beispiels­weise das Rück­stoß­prinzip kennen oder nutzen beim An­docken ein kleines Peri­skop aus Papp­rollen und spiegeln­den Folien. Auf der ISS ange­kommen, durch­leben sie den All­tag der Crew: So wird aus PET-Flaschen, Kaffee­filtern und etwas Fliegen­gitter eine Wasser­reini­gungs­anlage. Und im Hand­um­drehen wird aus einer Papp­schachtel ein kleiner abge­schlos­sener Rein­raum, dessen Inhalt nur über von außen ange­brachte Gummi­hand­schuhe zugäng­lich ist. Bei einem „Marme­laden-Test“ geht es um die Ver­ände­rung des Geschmacks­sinnes im All, bei einem „Spazier­gang durchs All“ muss ein Puzzle mit klobigen Hand­schuhen zusammen­gesetzt werden. Ein Geo-Quiz ahmt den Blick vom Welt­raum auf die Erde nach. Und der Bordstundenplan stellt sich als knifflige Tüftelei mit Legosteinen oder Bauklötzen heraus. Mit Hilfe eines Trampolins oder einer selbst gebauten Schachtel können die Schüle­rinnen und Schülern sogar Versuche in Schwere­losig­keit nach­stellen – fast wie Alexander Gerst in der ISS.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer eigenen „Raumfahrt-Mission“ können die Schüle­rinnen und Schüler die Fragen beant­worten, warum Astro­nauten in Schwere­losig­keit etwas größer sind als auf der Erde, warum die Erd­atmo­sphäre aus dem All besehen als blaues Band erscheint und wie man dafür sorgt, dass ein rohes Ei den Fall durch ein mehr­stöckiges Treppen­haus heil über­steht. Für Lehre­rinnen und Lehrer bietet das über hundert Seiten starke Arbeits­heft umfang­reiche Hinter­grund­infor­ma­tionen, Anlei­tungen zur Durch­führung der Ver­suche sowie viele prak­tische Tipps für den Unter­richt. Das Heft wird derzeit kosten­los an mehrere tausend Schulen versandt.

DPG / RK

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