Strom tanken mit Maß

  • 21. August 2017

Geeichtes Messsystem überwacht die Ladevorgänge von Elektroautos.

Wer sein Auto betankt, vertraut darauf, dass nur so viel Treibstoff berechnet wird, wie auch in den Tank geflossen ist. Und das Vertrauen ist berechtigt, denn die Physikalisch-Technische Bundes­anstalt (PTB) hat die Zapfsäule geprüft und zugelassen, und die Eichämter kontrollieren regelmäßig, ob die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis eingehalten werden. Doch wie sieht das beim Laden eines Elektro­fahrzeugs aus? Im Prinzip genauso. Denn sowohl für Zapfsäulen als auch für E-Ladesäulen gelten die Regeln des Mess- und Eichrechts. Doch während die Eich­behörden die gezapfte Treibstoffmenge mithilfe eines Mess­kolbens erfassen können, benötigt man für die Überprüfung von geladener Energie an E-Lade­stellen erst einmal eine geeignete Technik.

Abb.: Stecker eines Elektrofahrzeug (Bild: PTB)

Abb.: CCS-Schnelllade-Stecker eines Elektrofahrzeugs (Bild: PTB)

Zu diesem Zweck hat die PTB nun ein neues Mess­system entwickelt, das die gesamte Kommunikation zwischen der Lade­einrichtung und dem Elektro­fahrzeug inklusive Zeit- und Mengen­messung erfasst und speichert und somit die korrekte Energie­messung transparent macht. Am 26. und 27. August 2017 können Besucher beim Tag der offenen Tür im Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin einen Blick auf eine vorläufige Version des Systems werfen.

Diese von der PTB entwickelte technische Lösung ist eine wichtige Voraus­setzung dafür, dass der Verkauf von Lade­energie im Sinne des Mess- und Eichrechts überhaupt überprüft werden kann. Das Ziel der PTB-Wissenschaftler ist es, das neue In-Kabel-Messsystem zu einem praktisch einsetzbaren Referenz­messgerät zu entwickeln. Damit könnten in Zukunft sowohl Hersteller und Betreiber von Ladepunkten als auch Eichbehörden überprüfen, ob der Lade­vorgang ordnungs­gemäß abläuft. Ende des kommenden Jahres soll das System voll einsatzfähig sein und das entsprechende technische Know-how allen Markt­teilnehmern zur Verfügung stehen.

Auf dem Markt sind zurzeit noch zahlreiche unterschiedliche Stecker­systeme vertreten. Mit dem nun von der PTB entwickelten Prototyp des In-Kabel-Messsystems wird im ersten Schritt die Überwachung von Lade­punkten mit folgenden Steck­systemen bis maximal 1000 Volt und 125 Ampere möglich sein: Typ 1, Typ 2 und CCS Typ 2. Die Entwicklungsarbeit der PTB findet im Rahmen des vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungs­projektes DELTA statt.

PTB / DE

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Warum reale akustische Systeme nur multiphysikalisch simuliert werden können

  • 02. November 2017

In diesem Webi­nar wird ge­zeigt, warum man bei­spiels­weise schon bei der Simu­la­tion eines „ein­fachen“ Laut­spre­chers auf multi­phy­si­ka­li­sche Kopp­lung an­ge­wie­sen sein kann, wenn man ex­pe­ri­men­tel­le Er­geb­nis­se kor­rekt re­pro­du­zie­ren will.

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