Ausgezeichnete Gravitationswellenforschung

  • 20. July 2017

Karl-Schwarzschild-Preis geht an Luciano Rezzolla.

Physiker der Goethe-Universität und des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), sind zum Ausklang des von der Walter-Greiner-Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagen­forschung e.V., dem Fachbereich Physik der Goethe-Universität und FIAS veranstalteten Symposions „Discoveries at the Frontiers of Science“ in einer akademischen Fest­veranstaltung auf dem Campus Riedberg für ihre heraus­ragenden wissenschaftlichen Leistungen geehrt worden. Der neue Name des seit zwanzig Jahren bestehenden Fördervereins für physikalische Grundlagen­forschung erinnert an seinen im vorigen Jahr verstorbenen Gründer.

Abb.: Luciano Rezzolla (Bild: U. Dettmar)

Abb.: Luciano Rezzolla (Bild: U. Dettmar)

Nikolaus Hensel, Gründungsvorstand der WGG, Owe Philipsen, Dekan des Fachbereichs Physik der Goethe Universität, und Volker Lindenstruth, Vorstands­vorsitzender des FIAS, zeichneten herausragende junge und erfahrene Wissenschaftler mit Preisen in einer Gesamthöhe von rund 100.000 Euro aus.

Der Karl-Schwarzschild-Preis 2017 für hervorragende Grundlagen­forschung im Bereich der Astrophysik, Gravitations­theorie und Kosmologie ging an FIAS Senior Fellow Professor Luciano Rezzolla, der am Institut für theoretische Physik lehrt. Diese Auszeichnung ehrt Rezzolla für seine international viel beachteten präzisen Vorhersagen der Emission der im letzten Jahr erstmals beobachteten Gravitations­wellen, die bei der Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern und von zwei Neutronen­sternen entstehen. Der Preis erinnert an Karl Schwarzschild, den Frankfurter Astrophysiker, der vor einhundert Jahren innerhalb von wenigen Monaten die nach ihm benannte Lösung von Einsteins allgemeiner Relativitäts­theorie berechnete. Rezzolla ist seit dreieinhalb Jahren in Frankfurt tätig.

Michael Huth, Fachbereich Physik der Goethe-Universität, wurde mit der Stefan-Lyson-Laureatus-Professur für herausragende physikalische Grundlagen­forschung ausgezeichnet. Der Preis der Carl-Wilhelm-Fück-Stiftung für die besten wissenschaftlichen Arbeiten des akademischen Jahres gingen an Benjamin Dönigus für die Entdeckung des bislang schwersten Antimaterie-Atomkerns, Anti-Helium, und an Elena Gati. Der Young Investigator Award 2017 ging an Maksim Kunitski.

Mit dem Otto Stern-Preis 2017 wurden Eberhard Engel und Till Jahnke ausgezeichnet. Einen Sonderpreis für angewandte biophysikalische Forschung erhielt Werner Mäntele, der eine Technologie entwickelt hat, um mit Hilfe von Infrarot­licht den Blutzucker nichtinvasiv zu messen. Mit dem Horst-Klein-Gedächtnis­preis wurde Florian Burkart für den experimentellen Nachweis des Hydrodynamischen Tunneleffekts mittels Beschuss eines Kupfertargets durch intensive Protonen­bunche aus dem CERN SPS-Beschleuniger ausgezeichnet. Der Walter-Greiner-Preis für die beste Physik-Dissertation des Jahrgangs 2016/2017 wurde an Steffen Backes verliehen.

U. Frankfurt / DE

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