Physik für alle

  • 06. July 2017

Schülerwettbewerb zum Wissenschaftsfestival „High­lights der Physik“ in Münster.

Beim bundesweiten Wettbewerb „exciting physics“ können Schüle­rinnen und Schüler ab Jahr­gangs­tufe 5 selbst forschen und ent­wickeln, indem sie die legen­däre Sisyphus­arbeit nach­stellen, einen stabilen Turm aus Papier und Trink­halmen bauen oder origi­nelle Ketten­reak­tionen konstru­ieren. Mit ihren Erfin­dungen können sie tolle Preise gewinnen. Anmelde­schluss ist der 1. September 2017. Die Teil­nahme ist kosten­los. Der Wett­bewerb wird von der DPG und der Uni Münster veran­staltet und von der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung unter­stützt. Er ist Teil des Wissen­schafts­festivals „High­lights der Physik“, das vom 18. bis zum 23. September in Münster statt­findet.

Highlights-Show

Abb.: Highlights-Show. (Bild: High­lights der Physik / Offer)

Bei dem Wettbewerb sind sowohl Teams als auch einzelne Teil­nehme­rinnen oder Teil­nehmer will­kommen. Während des Wissen­schafts­festivals werden die Arbeiten von einer Fach­jury bewertet. Zu gewinnen gibt es Experi­mentier­kästen, Medien­gut­scheine und weitere hoch­wertige Sach­preise. Sechs Auf­gaben stehen zur Wahl.

Sisyphus: Bei diesem Wettbewerb geht es um das Nach­stellen der legen­dären Sisyphus­arbeit. Es heißt: Baue einen „Sisyphus“, der eine vorge­gebene Masse eine schiefe Ebene unter mög­lichst großem Winkel hoch­rollen kann.

Physik-Picasso: Hier sind gleichzeitig künstlerische Kreati­vität und die Detail­ver­liebt­heit einer Bast­lerin oder eines Bastlers gefragt. Es heißt: Baue eine Vorrich­tung oder eine Maschine, die – einmal in Gang gesetzt – unter Verwen­dung eines oder mehrerer physi­ka­lischer Prin­zi­pien selbst­ständig ein nicht-reprodu­zier­bares Gemälde erstellt. Das Gemälde kann ein- oder mehr­farbig sein.

Stabiler Turm: Aus Papier, Trinkhalmen und Klebstoff soll ein möglichst leichter, neunzig Zenti­meter hoher, „erdbeben­sicherer“ Turm gebaut werden. Der Turm muss eine Masse von einem Kilo­gramm tragen können.

Kettenreaktion: Hier gilt es, eine Kettenreaktion zu gestalten, die aus phantasie­vollen Kombi­­na­tionen möglichst vieler, sich nach­­ein­­ander aus­­lösender physi­­ka­­lischer Effekte besteht. Mindestens drei Effekte mit Bezug zu den Themen Struktur, Symmetrie und Selbst­­orga­­ni­­sation müssen einge­­bunden sein.

Tauchboot: Ziel ist es, ein U-Boot zu entwickeln, das ohne Fern­­steue­­rung auf den Grund eines Aqua­­riums sinkt und dort für einen bestimmten Zeit­­raum ver­­weilt. Frühestens nach einer Minute, spätestens jedoch nach drei Minuten soll das Tauch­­boot dann selbst­­ständig wieder auf­­tauchen.

Kaleidoskop: Hier gilt es, aus einfachen Materialien ein mög­­lichst origi­­nelles Kalei­­do­­skop zu konstru­­ieren.

Der Wettbewerb ist Teil des großen Wissenschaftsfestivals „High­­lights der Physik“, das einmal jähr­­lich mit wech­­seln­­der Thematik in einer Univer­­sitäts­­stadt statt­­findet. Herz­­stück des Festivals ist eine Mit­­mach-Aus­­stellung für Groß und Klein in Zelten auf dem Schloss­­platz. An jedem der über fünfzig Exponate stehen Wissen­­schaft­­lerinnen und Wissen­­schaftler aus Münster und dem gesamten Bundes­­gebiet für Fragen, Erklä­­rungen und Diskus­­sionen zur Ver­­fügung. Neben einer allge­­meinen Einfüh­­rung präsen­­tiert die Aus­­stellung Struk­­turen und Symme­­trien auf verschie­­denen Größen­­skalen, nämlich in der Quanten­­welt, in der Nano­­welt und in unserer Lebens­­welt.

Eine Sonder­­aus­­stellung zeigt Struk­­turen und Symme­­trien im Laser­­licht. Im Jahr der „Skulptur Projekte Münster“ präsen­­tieren die „High­­lights“ außer­­dem drei Foto­­aus­­stel­­lungen ganz besonderer Art, die Struktur, Symmetrie und Kunst verbinden: das Exzellenzcluster „Cells in Motion“ zeigt spektakuläre medizi­­nische Bilder aus der Aus­­stellung „Innere Welten – Zellen in Bewe­­gung von mikro bis makro“, Joachim Schlich­­ting zeigt künstle­­rische Impres­­sionen von Eis und Wasser und die Aus­­stellung „Imagi­­nary“ bietet Ein­­blicke in die faszi­­nie­­rende Welt mathe­­ma­­tischer Struk­­turen.

Begleitend bietet das Rahmenprogramm mit 35 Vorträgen ein öffent­­liches Studium generale mit nam­­haften Rednern wie Harald Lesch oder dem Physik-Nobel­­preis­­träger Georg Bednorz. Darüber hinaus gibt es ein abwechs­­lungs­­reiches Programm für alle Alters­­gruppen: Wissen­­schafts­­shows, Live-Experi­­mente, Work­­shops, ein „Junior­­labor“ für Kinder ab drei Jahren, ein Einstein­­Slam sowie die großen High­­lights-Show mit dem bekannten TV-Mode­­rator Ranga Yoge­­shwar, zu der über drei­­tausend Besucher in der Halle Münster­­land erwartet werden.

Die „Highlights der Physik“ wurden 2001 vom BMBF und der DPG ins Leben gerufen. Das Wissen­­schafts­­festival lockte im vergan­­genen Jahr mehr als 60.000 Besuche­­rinnen und Besucher an. Es tourt mit wech­­selnder Thematik von Stadt zu Stadt: Münster ist die sieb­­zehnte Station.

DPG / RK

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