Um die Wette in die Stratosphäre

  • 25. November 2016

Schülerteams realisieren für das Projekt SatTec eigene Missionen für Messungen in 30 Kilometer Höhe.

Der bundesweit ausge­schriebene Schüler­wettbewerb StratoSAT ist eröffnet: Seit dem 24. November 2016 können Schüler­teams ab 14 Jahren spannende Vorschläge zur Erforschung der Atmosphäre oder zur Fern­erkundung der Erd­oberfläche für ihre eigene „Mini-Satelliten­mission“ bis zum 31. Januar 2017 bei der Ludwig-Maxi­milians-Universität München einreichen. Insgesamt werden aus den Bewerbungen zehn Teams für den Wettbewerb ausgewählt. Im Rahmen der Eröffnungs­veranstaltung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR in Oberpfaffen­hofen infor­mierten sich gestern rund 150 interessierte Schü­lerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Vertreter aus Politik und Industrie über das Schul- und Jugend­projekt „SatTec“.

Abb.: Erfolgreiche Schülerteams werden ihre eigene wissenschaftliche Nutzlast an einem Stratosphärenballon in etwa 30 Kilometer Höhe aufsteigen lassen. (Bild: DLR)

Abb.: Erfolgreiche Schülerteams werden ihre eigene wissenschaftliche Nutzlast an einem Stratosphärenballon in etwa 30 Kilometer Höhe aufsteigen lassen. (Bild: DLR)

„Die Schüler­teams haben die Möglich­keit, ihre erste eigene Quasi-Satelliten­mission auf die Beine zu stellen: Diese reicht von der Planung, Bau und Tests der selbst­entwickelten wissen­schaftlichen Nutzlast, dem Ballonstart und -flug bis hin zur Auswertung der Daten“, sagt Tobias Schüttler, SatTec-Projektleiter der LMU München. Zunächst müssen die Schüler ihr Exposé mit Experimentier­vorschlag und Projekt­planung einreichen. Im Laufe des Wett­bewerbs konstruieren, bauen und erproben die Teams dann eine eigene wissen­schaftliche Nutzlast – den „StratoSAT“ – die an einem Stratosphären­ballon in etwa 30 Kilometer Höhe aufsteigen soll und dabei Daten zur Erfor­schung der At­mosphäre oder zur Fern­erkundung der Erdober­fläche aufnimmt. Jedes Team erhält für seine Mission ein Stratosphären­ballonset, das neben dem Ballon selbst einen GPS-GSM-Tracker zur Bergung der Sonde, Akkus, Batterien, eine Styropor­box zum Schutz der Sonde, einen Fallschirm für den sicheren Abstieg sowie einen Daten­logger zur Messung von atmo­sphärischen Daten wie Luftdruck und Temperatur beinhaltet.

„Mit dem Schüler­wettbewerb StratoSAT wollen wir Schülerinnen und Schüler durch die Faszination der Raumfahrt für natur­wissenschaftliche Themen begeistern. Gleichzeitig wird dadurch die Bedeutung der Satelliten­technologie in unserem Alltag deutlich“, sagt Alexandra Herzog vom DLR Raumfahrt­management. Im März 2017 werden die zehn ausgewählten Teams für den Wettbewerb bekannt gegeben. Nach erfolg­reichem Abschluss der Ballon­mission im Sommer 2017 erhalten die Teams die Möglichkeit, ihre Ergebnisse auf einem Abschluss-Symposium in München vor Fach­publikum vorzustellen. Dort erfolgt auch die Bekannt­gabe des Sieger­teams.

Im Auftrag des DLR Raumfahrt­managements führt der Lehrstuhl für Physik­didaktik der Ludwig-Maxi­milians-Uni­versität LMU München mit Mitteln des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie das Schul- und Jugend­projekt „SatTec“, ein Themenjahr zur Satelliten­technologie, durch. Dabei werden Unterrichts­materialien zur Satelliten­technologie entwickelt, erprobt und optimiert. Im Rahmen dieses Projektes findet auch der Schüler­wettbewerb StratoSAT statt. Um die Lehrkräfte bei der Konzeption und Vorbereitung des Unterricht­themas „Satelliten­technologie“ zu unterstützen, werden während des Themen­jahres bundesweit Lehrer­fortbildungen zu entsprechenden Raumfahrt­inhalten angeboten. Das gesamte Projekt wird vom Lehrstuhl für Physik­didaktik der LMU nach fach­didaktischen Gesichts­punkten evaluiert.

DLR / JOL

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  • 30. November 2017

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