Countdown für den Solar Orbiter

  • 18. November 2016

Messinstrumente aus Kiel bereit für den Einbau in die Sonnen­sonde.

Vor fünf Jahren erhielt ein Team der Uni Kiel den Zuschlag für Instru­menten­plätze an Bord der Raum­sonde „Solar Orbiter“. Die gemein­same Mission der ESA und der NASA startet voraus­sicht­lich im Oktober 2018 ins All und soll dann der Sonne so nah wie nie ein Raum­fahr­zeug zuvor kommen. Jetzt gehen an der Uni Kiel die Vor­berei­tungen für die Mission in die letzte Phase. Am 21. November werden die Mess­instru­mente an das Montage­team der Raum­sonde in England über­geben.

Sensoren

Abb.: Die drei an der Uni Kiel ent­wickel­ten und ge­bauten Sensoren sind bereit für den Flug ins All. Links EPT-HET1 und 2, rechts STEP. (Bild: J. Haacks, U. Kiel)

Vibrationen, Temperatur- oder Spannungsschwankungen müssen Instru­mente an Bord einer Raum­sonde aus­halten, ohne in ihrer Funktion beein­träch­tigt zu werden. Damit das ge­sichert ist, unter­zogen die Forscher ihre Mess­instru­mente umfang­reichen Tests. Ver­treter der ESA begut­ach­teten die Ergeb­nisse vor gut zwei Wochen und beschei­nigten den Sensoren für solare Teil­chen schließ­lich nach wenigen Nach­besse­rungen die Welt­raum­eignung. „Unsere Sensoren haben die Tests bestens über­standen!“, freut sich Team­leiter Robert Wimmer-Schwein­gruber. „Die Instru­mente sind jetzt abge­nommen. Am Montag liefert unser Team sie persön­lich in Eng­land ab. Dass wir diesen engen Zeit­plan erfolg­reich geschafft haben, ist vor allem unserem hervor­ragenden Team zu ver­danken!“

Insgesamt vier Instrumente werden im „Energetic Particle Detector“ an Bord der Raum­sonde ver­baut. Die Sensoren messen Elek­tronen, Pro­tonen und Ionen aller Art im Welt­all, von Helium-Kernen bis zu Eisen-Kernen. Sie müssen einen beson­ders breiten Energie­bereich von etwa zwei Kilo­elek­tronen­volt bis zwei­hundert Mega­elek­tronen­volt ab­decken. Die Erkennt­nisse aus diesen Messungen werden dabei helfen, die Sonnen­akti­vität und ihre Aus­wir­kungen auf die Erde besser zur ver­stehen.

Hauptziel der Mission ist die Untersuchung des Sonnen­winds und des Welt­raum­wetters. Dazu kann der Solar Orbiter Struk­turen in der Sonnen­korona ab einer Größe von 35 Kilo­metern auf­nehmen. Die Mission ist auf insge­samt sieben Jahre ausge­legt. Das Raum­fahr­zeug soll sich nach mehreren Erd- und Venus-Swing-by-Manövern der Sonne auf 45 Millionen Kilo­meter nähern.

CAU / RK

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  • 30. November 2017

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