3-D-Druck im Kreis der Besten

  • 07. December 2015

Fertigungsstrategien für Flugzeuge sind in der Spitzengruppe des Deutschen Zukunftspreis.

Die Industrie braucht Leucht­türme zur Orientierung. Personen und Projekte dienen als Leitbilder für Innovationen, die für Wandel und Veränderungen stehen. Frank Herzog, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Maschinen- und Anlagenbauers Concept Laser, wurde im Rahmen der Preis­verleihung zum „Deutschen Zukunftspreis 2015“ gemeinsam mit seinen Projektpartnern von Airbus und dem Laser-Zentrum Nord mit der Zugehörig­keit zum „Kreis der Besten“ ausgezeichnet. Die Fest­veranstaltung für alle drei nominierten Teams fand am 2. Dezember in Berlin mit Bundespräsident Joachim Gauck statt. Im Deutschen Museum in München wird eine Dauer­ausstellung die Projekte der nominierten Teams thematisieren.

Sander, Emmelmann und Herzog nehmen von Bundespräsident Gauck die Auszeichnung entgegen.

Sander, Emmelmann und Herzog nehmen von Bundespräsident Gauck die Auszeichnung entgegen.

Der Deutsche Zukunfts­preis ging an das Projekt „Entspannung für Herz und Lunge – vom Sprengstoff zu innovativen Therapien“ der Wissen­schaftler Ardeschir Ghofrani von der Justus-Liebig-Universität Gießen, Reiner Frey und Johannes-Peter Stasch, beide Bayer Pharma AG Wuppertal für neuartige Therapien des Lungen­hochdrucks. In den „Kreis der Besten“ wurden eben­falls Ralf Bornefeld, Walter Hartner und Rudolf Lachner von Infineon Technologies, München und Regensburg aufgenommen für das Projekt „Radar­technologie für Autos – ein Lebensretter geht in Serie“. Dabei ent­wickelten sie eine Fertigungs­techno­logie für Radarchips auf Basis von Silizium und Silizium-Germanium und deren Gehäuse­technologie. Damit werden aktive Sicherheits­systeme auch für Autos der Klein- und Mittel­klasse rentabel.

Das Projektteam, bestehend aus Peter Sander, Leiter Emerging Technologies & Concepts bei Airbus, Hamburg, Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, CEO der Laser-Zentrum Nord, Hamburg, und Herzog wurden mit dem Projekt „3-D-Druck im zivilen Flugzeugbau – eine Fertigungsrevolution hebt ab“ in den „Kreis der Besten“ aufgenommen. „Zum ,Kreis der Besten' zu gehören, ist für unser Team und mich persönlich eine große Ehre. Auch wenn wir den ,Deut­schen Zukunftspreis 2015' sehr gerne gewonnen hätten, so ist die Zuge­hörig­keit zum „Kreis der Besten“ eine außergewöhnliche Anerkennung, ins­be­son­dere auch für die Leistung meiner engagierten Mitarbeiter. Zudem hat die öffentlichkeitswirksame Nominierung zu einer weiteren Erhöhung des Bekanntheitsgrades unseres Unternehmens Concept Laser geführt.“, sagte Herzog, der in diesem Jahr bereits von der Zeitschrift  „European CEO“ zum „Best CEO in the Additive Manufacturing Industry 2015“ gewählt wurde.

Das Projekt mit dem Titel: „3-D-Druck im zivilen Flug­zeugbau - eine Fer­ti­gungs­­revo­lution hebt ab“ überzeugte die Jury des Deutschen Zukunfts­preises 2015 hinsichtlich des Innovationsgrades und der wirtschaft­lichen Umsetzung. Im Kern des Projektes geht es um das erste, generativ her­ge­stellte Titan-Bauteil, ein sogenanntes „Bracket“, an Bord des Airbus A350 XWB. Es handelt sich um ein „bionisches“ Halte- und Verbindungs­element, welches als wichtiger Beitrag zum Leichtbau von Flugzeugen gilt. Das Team machte den 3D-Druck „flugfähig“.

Diese industrieübergreifende Entwicklung, bei dem sich ein Team aus For­schung, Anwendung und Anlagenbau zusammen fand, revolutioniert die Art, Flugzeug­struktur­elemente zu designen, zu fertigen und somit den „Leicht­bau“ bei Zivilflugzeugen zu realisieren. Bislang war das Bauteil ein gefrästes Teil aus Aluminium, nun ist es ein gedrucktes Teil aus Titan mit einem Gewichts­ersparnis von rund 30 Prozent. Das Projekt erbrachte auch den Nach­weis, dass das Laser­schmelz-Verfahren in der Lage ist Bauteile zu erzeugen, die mindestens der Qualität konven­tionell herge­stellter Teile entspricht. Resul­tierend aus den Erfahrungen des Projekts überprüft Airbus alle Bauteile eines Flugzeugs auf „AM-Tauglichkeit“ und Über­­arbeitung der Geometrie. Airbus spricht hierbei von hohen Poten­zialen für Ver­besserungen in Fertigung, Wartung und Betrieb von Flug­­zeugen.

ConceptLaser / SK

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