Laserpuls auf Knopfdruck

  • 11. September 2015

Photonik-Zentrum Kaiserslautern koordiniert Forschungsprojekt für Ultrakurzpulslaser.

Im Verbundprojekt „HiPoRep“, unter der Federführung des Photonik-Zentrums Kaiserslautern (PZKL), haben sich sechs Partner zusammengefunden, die ein neuartiges Lasersystem entwickeln und in der Anwendung testen werden. Neben dem Photonik-Zentrum Kaiserslautern ist das Ferdinand Braun Institut für Höchstfrequenztechnik in Berlin als weiteres Forschungsinstitut beteiligt. Mit der AMPHOS GmbH aus Herzogenrath, der GWU Lasertechnik aus Erftstadt, der TOPAG GmbH aus Darmstadt und der GFH GmbH aus Deggendorf sind noch vier Industriepartner eingebunden, welche ihr spezielles Know-how einbringen. Ziel des Projektes ist es, die nächste Generation Laser mit ultrakurzen Laserpulsen zu erforschen und diese an relevanten Laserapplikationen zu testen sowie deren industrielle Umsetzung voran zu treiben.

PZKL

Abb.: Schwerpunkt des Projektes HiPoRep liegt in der Entwicklung eines neuartigen, monolithischen Laserverstärkers und einem passiven Energiekontrollsystem für Laserimpulse. (Bild: PZKL)

Der Forschungsanteil des Photonik-Zentrums im Rahmen des Projektes HiPoRep liegt in der Entwicklung eines neuartigen, monolithischen Laser­verstärkers und einem passiven Energiekontrollsystem für Laserimpulse. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Der Verbund wird mit mehr als 1 Mio. Euro über eine Laufzeit von drei Jahren bis 31.05.2018 gefördert. Die Gesamtprojektsumme beträgt ca. 2 Mio. Euro.

Die Mikromaterialbearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen (Pulsdauern < 10 Pikosekunden) ist fester Bestandteil in einer Vielzahl von industriellen Pro­zessen. Sei es das Bohren von Einspritzdüsen oder das materialschonende Schneiden ultradünner Schichten (z.B. Solarzellen), Ultra-Kurz-Puls (UKP)-Lasersysteme machen diese Prozesse technisch möglich und wirtschaftlich rentabel. Bei aktuell verfügbaren UKP-Lasern kann nur in begrenztem Maße kontrolliert werden, wann ein Laserpuls emittiert wird. Eine Vielzahl von Anwendungen ist jedoch darauf angewiesen, dass der Laserpuls zeitgenau und nur auf Anfrage bzw. mit dynamisch adaptierbarer Wiederholrate aus­gesendet wird. Gerade diese Anforderungen werden im Projekt adressiert.

Das Photonik-Zentrum Kaiserslautern (PZKL) ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut und wurde 2009 gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die optischen Technologien aus der Forschung in die Industrie zu überführen und dabei insbesondere auch mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Das PZKL hat sich dabei auf Themenfelder wir die optische Messtechnik, die Laserentwicklung und die Mikromaterialbearbeitung mit ultra­kurzen Laser­pulsen, sowie auf die Umsetzung dieser Themen für industrielle Anwen­dungen spezialisiert.

PZKL / CT

Share |

Bestellen

Sie interessieren sich für ein Bezugsmöglichkeiten von Optik & Photonik oder Laser Technik Journal?

Webinar

Simu­la­tion im Hoch­frequenz­bereich mit dem RF Module

  • 29. September 2016

Entwickler von Hoch­frequenz- und Mikro­wellen­bau­elemen­ten setzen ver­stärkt auf Simu­la­tion. Durch schnelles und genaues Simu­lie­ren der Aus­brei­tung elek­tro­magne­ti­scher Wellen und des Reso­nanz­ver­hal­tens werden Inge­nieu­re in die Lage ver­setzt, Ver­tei­lungen von elek­tro­mag­neti­schen Fel­dern, Über­tra­gung, Refle­xion, Q-Fak­toren, S-Para­meter und Verlust­leis­tung zu be­rech­nen.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer