Fertigungsmethoden der Zukunft

  • 23. July 2018

Thüringens Ministerpräsident Ramelow besucht die Modellfabrik 3D-Druck an der EAH Jena.

Eine Spezialentwicklung ausschließlich für den 3D-Druck von Glas besichtigte der Thüringer Minister­präsident heute unter anderem in der Modell­fabrik 3D-Druck an der Ernst-Abbe-Hoch­schule (EAH) Jena. Bodo Ramelow ließ sich die Verfahrens­technik des 3D-Druckers erklären und diskutierte die verschiedenen Einsatz­möglichkeiten mit den Forschern.

Abb.: Jens Bliedtner (l.) mit dem Präsent des Minister­präsidenten; Bodo Ramelow (mi.) mit dem 3D-<wbr>Druck-<wbr>Zukunfts­modell der EAH Jena (im gelben Koffer), über­reicht von Rektor Steffen Teichert (r.; Bild: S. Neef)

Abb.: Jens Bliedtner (li.) mit dem Präsent des Minister­präsidenten; Bodo Ramelow (mi.) mit dem 3D-Druck-Zukunfts­modell der EAH Jena (im gelben Koffer), über­reicht von Rektor Steffen Teichert (re.; Bild: EAH Jena, S. Neef)

Die Modellfabrik 3D-Druck ist Teil des „Mittel­stand 4.0-Kompetenz­zentrums Ilmenau“, hat ihren Sitz jedoch an der EAH Jena. Als ver­antwortliche „Fabrik“ für die Themen 3D-Druck, Produkt­individualisierung und digitale Arbeits­welten verfügt sie über Labore unter anderem für den 3D-Druck und das Arbeiten mit verschiedenen Lasern. In jedem dieser Labore führten die Mitglieder des Modell­fabrik-Teams – Laser­experten, wissen­schaftliche Mit­arbeiter und ein Doktorand – den heutigen Gästen, unter ihnen auch Jenas Ober­bürger­meister Thomas Nitzsche, die technischen Möglichkeiten vor.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen erhalten vom Team der Modell­fabrik ganz praktische Unter­stützung: 3D-Druck gilt als Schlüssel­technologie der Industrie 4.0 und bietet den Firmen verschiedenste Möglich­keiten zur Individualisierung ihrer Produkte. Die vor­handene Technik für die unter­schiedlichen 3D-Druck-Verfahren sowie zahlreiche Muster­bauteile können Unter­nehmen nutzen, um sich über Vorteile, Unter­schiede und Grenzen der einzelnen Verfahren zu informieren. Angeboten werden auch Beratungen zu technischen Verfahren und Voraus­setzungen, zu Soft­ware­lösungen und Kosten, aber auch zum Qualifizierungs­bedarf der Firmen­mitarbeiter.

Jens Bliedtner, Leiter des Fachgebietes Fertigungs­technik und Fertigungs­automatisierung im Fach­bereich SciTec der EAH Jena, ist für die Modell­fabrik 3D-Druck verant­wortlich. Die Forschungs­schwer­punkte seines Fach­gebiets liegen in der Laser­material­bearbeitung, der Optik­technologie und bei den additiven Verfahren. Derzeit werden 15 durch Bund und Land geförderte Forschungs- und Entwicklungs­projekte bearbeitet. Im Rahmen zahl­reicher Kooperationen mit der Thüringer Wirt­schaft konnten Bliedtner und sein Team bereits additive Verfahren für die Ver­arbeitung ver­schiedenster Materialien, von Kunst­stoffen bis hin zum Druck von Quarz­glas, entwickeln.

„Jedes dieser Projekte ist ein Erfolg für die Hoch­schule“, so Rektor Steffen Teichert. Jedoch sei die Hoch­schule vor allem für die Lehre konzipiert worden, so dass sie seit geraumer Zeit an ihre räum­lichen Grenzen stößt. Als Gast­geschenk für den Minister­präsidenten über­reichte der Rektor nicht ohne Augen­zwinkern ein 3D-Modell der EAH Jena der Zukunft: mit einem Anbau für Forschung und Entwicklung.

EAH Jena / DE

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