Kontaktlose Mikrobearbeitung mit Laserpulsen

  • 12. December 2017

Erfolgreiches Innovations-Netzwerk wird ohne Förderung weiter­geführt.

Zur Materialbearbeitung feinster freier Konturen hat sich in den ver­gan­genen Jahren eine kontakt­lose Ferti­gungs­techno­logie etab­liert. Ultra­kurze Laser­pulse erlauben das Bohren, Schneiden, Struk­tu­rieren oder Abtragen in nahezu grenzen­loser Material­viel­falt, mit Genauig­keiten im Mikro­meter­bereich. Ob Metalle, Kunst­stoffe, Folien oder gar spröd­harte Werk­stoffe wie Glas, Keramik oder Saphir – der Ultra­kurz­puls­laser beherrscht alle Materi­alien, und zwar ohne Berüh­rung durch ein ver­schlei­ßendes Werk­zeug.

Alu-Gecko

Bild: UKP-gefertigter Gecko aus Aluminium (Bild: T. Hierl, EurA)

Weitere Vorteile der neuen Ultrakurzpulslaser-Technik liegen in ihrer sehr guten Auf­lösung – typischer­weise zehn Mikro­meter – und der Möglich­keit einer Bearbei­tung prak­tisch aller, auch trans­parenter oder thermisch sensi­tiver Materi­alien, was erst durch den geringen Wärme­ein­trag auf­grund der sehr kurzen Pulse möglich wird.

Die Möglichkeiten der innovativen Mikrobearbeitungstechnologie wurden vor drei Jahren im Ultra­kurz­puls­laser-Netz­werk gebündelt. Das vom Bundes­wirt­schafts­minis­terium geför­derte und von der EurA AG auf­ge­baute und betreute Netz­werk besteht aus zwölf kleinen und mittel­stän­dischen Unter­nehmen, drei Groß­unter­nehmen und acht Forschungs­ein­rich­tungen, vor allem aus dem Bereich der Laser­material­bearbei­tung. In den drei Jahren wurden viele Projekte gene­riert und Förder­mittel für die Durch­füh­rung durch die mitt­ler­weile 26 Netz­werk­partner akqui­riert.

Ab dem kommenden Jahr wird das Netzwerk jetzt von den Partnern ohne staat­liche Förde­rung weiter­ge­führt. Durch Ver­netzung und Ein­be­ziehung von weiteren Akteuren soll das Techno­logie­netz­werk weiter auf- und aus­ge­baut werden. Das bedeutet, es steht auch für neue Partner offen. Ziel ist die weitere Bekannt­machung der Techno­logie mit ihren viel­fältigen Möglich­keiten vor allem in der Mikro­bearbei­tung.

EurA AG / RK

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Hochleistungslaser und Multiphysik

  • 25. January 2018

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