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30-01-2007
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Heinrich Hertz, der Entdecker der elektromagnetischen Wellen und des Photoeffekts, wurde am 22. Februar 1857 geboren. Handybesitzer, Fernsehzuschauer und Internet-Surfer sollten ihn kennen, denn ohne seine Entdeckungen wäre das heutige Kommunikationszeitalter nicht möglich: Heinrich Hertz, der Entdecker der elektromagnetischen Wellen und des Photoeffekts, wurde am 22. Februar 1857 geboren. Zu Ehren seines 150. Geburtstages stellen Wissenschaftler der Universität Karlsruhe seine Experimente und ihre modernen Anwendungen der Öffentlichkeit vor. Schauplatz Polytechnikum Karlsruhe Herbst 1886: der neue Ordinarius für Physik Heinrich Hertz experimentiert mit spulenförmigen Stromkreisen und stellt fest, dass er Energie von einer Spule auf eine hiervon getrennte zweite Spule übertragen kann. Er vermutet richtig, dass er hochfrequente elektrische Schwingungen angeregt hat. Nach einer erfolgreichen Optimierung der Spulen gelingt die Energieübertragung von der primären auf die sekundäre Spule über größere Strecken, die zunächst nur durch die Größe seines Experimentierraums (dem heutigen Heinrich-Hertz-Hörsaal) begrenzt sind. Dies ist die Geburtsstunde des modernen Kommunikationszeitalters. Ohne die elektromagnetischen Wellen, die Hertz in diesen bahnbrechenden Versuchen entdeckt hat, wären so alltägliche Dinge wie Fernsehen, Radio oder Handy nicht möglich. Hertz experimentiert in den folgenden Jahren in Karlsruhe weiter und charakterisiert detailliert die Ausbreitung seiner „Hertz`schen Wellen“. Er findet die gleichen Eigenschaften (Brechung, Reflexion, Polarisation), die bereits für Licht entdeckt worden waren. Damit ist klar, dass auch Licht die Natur einer elektromagnetischen Welle besitzt, allerdings mit sehr viel kleineren Wellenlängen. Beides – Licht und die Hertz`schen Wellen – lassen sich mit der Maxwell`schen Theorie der elektrischen und magnetischen Felder beschreiben. Diese grundlegende Theorie der Elektrodynamik fand durch die Hertz`schen Ergebnisse ihre erste experimentelle Bestätigung. Fast zufällig bemerkt Hertz, dass er die Funkenentladungen, mit denen er die Ströme in seinen Spulen nachweist, mit Hilfe von ultraviolettem Licht beeinflussen kann: Die Entdeckung des „photoelektrischen Effekts“. Sein Assistent Wilhelm Hallwachs untersuchte diesen quantenmechanischen Effekt genauer. Die Ergebnisse konnte Albert Einstein mit Hilfe des Konzepts der Photonen erklären, wofür er später dann den Nobelpreis erhielt. Technisch gesehen legte Heinrich Hertz damit die ersten Grundlagen für die Entwicklung des Lasers und damit auch für die Informationsübertragung mit Licht, wie sie für das Internet oder für die Datenspeicherung auf CD und DVD unerlässlich ist. Professor Dr. Heinz Kalt, Dekan der Fakultät für Physik, urteilt: „Die Bedeutung der Karlsruher Experimente von Heinrich Hertz kann gar nicht überschätzt werden. Sie lieferten entscheidende Impulse für die moderne Physik und Elektrotechnik und machten Hertz zu einem der bekanntesten Physiker der Welt.“ Die Veranstaltungen zu Ehren von Heinrich Hertz: Samstag, 3. Februar, 10 Uhr:
Samstag, 10. Februar, 10 Uhr:
Die Veranstaltungen finden im Gerthsen Hörsaal (Engesserstraße 9, Gebäude 30.21 statt).
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