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Klimaforscher Latif: Zerstörungskraft der Hurrikans nimmt zu Mainz/London (dpa) - Die Zerstörungskraft von Hurrikans nimmt nach Angaben von Experten zu. Davor hat der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif am Dienstag im ZDF-«Mittagsmagazin» gewarnt. Wegen der globalen Erwärmung werde die Vernichtungskraft der Wirbelstürme auch noch weiter wachsen, sagte der Professor vom Institut für Meereskunde an der Universität Kiel. «Wenn wir uns die Aufzeichnungen der vergangenen 70 bis 100 Jahre anschauen, wird deutlich, dass die Zerstörungskraft der Hurrikans in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat», sagte Latif. Entscheidend sei die Wassertemperatur für die Intensität eines Hurrikans - je höher die Temperatur, umso heftiger der Wirbelsturm. Diese Einschätzung deckt sich mit einer aktuellen US-Studie, der zufolge Wirbelstürme sowohl im nördlichen Atlantik als auch im Nord- Pazifik seit 1975 immer mehr Energie freisetzen. Die Dauer der Unwetter und die Windgeschwindigkeiten hätten während der vergangenen 50 Jahre um etwa 50 Prozent zugenommen, berichtete Kerry Emanuel vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, einer der führenden Hurrikan-Forscher, im britischen Wissenschaftsmagazin «Nature» (DOI: 10.1038/nature03906). Eine Ursache dafür sieht auch Emanuel in der globalen Erwärmung. Die größere Sturmintensität gehe einher mit steigenden Durchschnittstemperaturen an der Oberfläche der tropischen Meere. «Das deutet darauf hin, dass diese Erwärmung - die auch auf die globale Erwärmung zurückgeführt werden kann - verantwortlich ist für die stärkere Kraft der Hurrikans», schrieb er. Da die Bevölkerungsdichte an den Küsten zunehme, könnte es künftig noch mehr Verletzte und Tote durch tropische Wirbelstürme geben. Latif betonte im ZDF, eine verstärkte Intensität gelte nicht nur für Hurrikans, sondern generell zeigten Beobachtungen über die vergangenen Jahrzehnte eine Zunahme extremer Wetterereignisse. Der Kieler Klimaforscher wies auf den Zusammenhang zwischen Wirbelstürmen in Amerika einerseits sowie Überschwemmungen und Trockenheit in Europa andererseits hin: «Die Tatsache, dass sich diese Wetterphänomene häufen, liegt an der globalen Erwärmung, die zum Teil von uns Menschen verursacht ist.» Weitere Infos:
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