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30-09-2009
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Nach der Bundestagswahl appellieren Wissenschaftsinstitutionen an die Regierungsparteien, die Finanzierung von Bildung und Forschung sicherzustellen.
Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft appelliert nach der Bundestagswahl an die künftigen Regierungsparteien, an den von Bund und Ländern am 4. Juni gefassten Beschlüssen zur Forschungsfinanzierung festzuhalten. "Die Fortsetzung der drei ‚Zukunftspakte’ muss jetzt auch in den Koalitionsvereinbarungen festgeschrieben werden", fordert Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. "Auf diese Weise werden Bildung und Forschung ganz oben auf die politische Agenda gesetzt - dort, wo sie im Sinne der Zukunftssicherung unseres Landes unbedingt hingehören". Gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise zeige sich, dass nicht nur Banken, sondern gerade auch das Gefüge aus Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation "systemrelevant" seien. Der Hochschulpakt, vor allem aber auch die Exzellenzinitiative und der Pakt für Forschung und Innovation hätten eine bislang ungekannte Dynamik in das deutsche Wissenschaftssystem gebracht. Das deutsche Wissenschaftssystem sei auf dem Weg, international wettbewerbsfähiger und sichtbarer zu werden und herausragende Forscherinnen und Forscher sowie junge Talente aus aller Welt anzuziehen. Wissenschaft und Wirtschaft fänden sich zunehmend besser in neuen ‚Innovationspartnerschaften’ zusammen. "An diesem 18-Milliarden-Paket dürfen keine Abstriche gemacht werden. Wenn wir für die junge Generation eine solide akademische Ausbildung garantieren, in der Forschung weltweit an vorderster Stelle stehen und für die ‚besten Köpfe’ aus dem In- und Ausland attraktiv bleiben wollen, dann müssen wir nachhaltig in Bildung und Forschung investieren", erklärt Peter Gruss. Dabei verweist der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft auf die weitreichende Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Leistungsfähigkeit eines Innovationsstandortes. Denn gerade in hochtechnologisierten Volkswirtschaften wie Deutschland seien konstantes Wachstum, Beschäftigung und damit Wohlstand nur auf Grundlage von Innovationen realisierbar.
Auch der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Matthias Kleiner setzt für Wissenschaft und Forschung "auf eine Fortsetzung der bisherigen Politik, die diesen für unser Land zentralen Gebieten hohe Priorität einräumt. Dazu gehört, dass Wissenschaft und Forschung weiterhin in dem Umfang und mit der Priorität finanziert werden, wie dies zuletzt geschehen ist.". Kleiner geht ebenfalls davon aus, dass die Fortsetzung der drei Pakte (Exzellenzinitiative, Hochschulpakt und Pakt für Forschung und Innovation) auch durch die neue Bundesregierung gesichert ist. Für die neue Legislatur erhofft sich der DFG-Präsident "noch mehr Flexibilisierung und Freiraum für die Wissenschaft - zum Beispiel durch die Fortführung der Initiative zur Wissenschaftsfreiheit in Bund und Ländern sowie die Schaffung eines eigenen Tarifvertrags für die Wissenschaft. Dies ist auch ein Beitrag zu einer weiter verbesserten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Es muss uns daran gelegen sein, die Attraktivität Deutschlands als Forschungsstandort sowohl für junge als auch für erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch zu steigern. Dies muss einhergehen mit der weiteren Internationalisierung der Wissenschaft, gerade auch mit Blick auf den gemeinsamen Europäischen Forschungsraum."
MPG/DFG/KP
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