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Max Planck – ein Leben für die Physik
Max Plancks Geburtstag jährt sich am 23. April zum 150. Mal. Zahlreiche Veranstaltungen und ein Themenschwerpunkt im Physik Journal würdigen den bedeutenden Physiker und Wissenschaftsorganisator. „Wem es vergönnt war, der Menschheit einen großen schöpferischen Gedanken zu schenken, der hat es nicht nötig, von der Nachwelt gepriesen zu werden“, schrieb Albert Einstein in seinem Nachruf auf Max Planck und meinte damit natürlich die Quantenhypothese, für die er den Physik-Nobelpreis für das Jahr 1918 erhielt. Doch damit erschöpft sich Plancks Bedeutung für die Entstehung der modernen Physik natürlich nicht, denn auch seine Forschungen zur Thermodynamik, insbesondere zur Entropie, waren bahnbrechend. Und nicht zuletzt spielte Planck eine entscheidende Rolle beim Durchbruch von Einsteins Relativitätstheorie.
Max Planck prägte die deutsche Forschungslandschaft über fast ein halbes Jahrhundert wie kaum ein anderer, als DPG-Präsident ebenso wie als Mitherausgeber der Annalen der Physik oder als Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft oder als Gründungsvater der Max-Planck-Gesellschaft. Sein internationales Renommee zeigt sich darin, dass er der einzige deutsche Wissenschaftler war, den die Londoner Royal Society zur Feier von Newtons 300. Geburtstag im Jahre 1946 eingeladen hatte.Das lange Leben Plancks war von vielen Schicksalsschlägen überschattet. Er überlebte seine erste Ehefrau ebenso wie alle seine Kinder aus erster Ehe. Vergeblich bemühte er sich um die Begnadigung seines von den Nationalsozialisten zum Tode verurteilten Sohnes Erwin. Plancks Wohnhaus wurde 1944 bei einem Luftangriff völlig zerstört und damit auch seine unersetzlichen wissenschaftlichen Aufzeichnungen. Max Plancks Stellung in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft kann sicherlich als einzigartig bezeichnet werden. Wie kein anderer hat er die Entwicklung der Physik in Deutschland mitgestaltet, sei es als DPG-Präsident oder fast drei Jahrzehnte lang als Mitherausgeber der Annalen der Physik. Das Physik-Journal widmet im März-Heft daher Max Planck einen umfangreichen physikhistorischen Schwerpunkt: http://www.pro-physik.de/Phy/pjtoc/26628/3 Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften präsentiert zum 150. Geburtstag von Max Planck viele unveröffentlichte Materialien zu dessen Leben und Werk im Internet. Planck war Ordentliches Mitglied und von 1912 bis 1938 Beständiger Sekretar der Preußischen Akademie der Wissenschaften: http://planck.bbaw.de/ Ein besonderes Highlight dürfte dabei das 20-minütige Filmporträt aus dem Jahre 1942 sein, in dem Planck eine Bilanz seines langen Lebens zieht: http://planck.bbaw.de/film.php Am 19. April wir der renommierte Schauspieler Rolf Boysen aus Briefen und Schriften von Max Planck lesen. Diese Lesung wird am 26. April auch im Deutschlandradio gesendet: http://www.dradio.de/veranstaltungen/731470/ Plancks Geburtstag am 23. April wird am darauf folgenden Samstag mit einem großen Festakt gefeiert, veranstaltet von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Max-Planck-Gesellschaft. Max Planck war von 1885 bis 1889 Professor für Theoretische Physik in Kiel. Anläßlich des 150. Geburtstages von Max Planck führt die Sektion Physik der Kieler Christian-Albrechts-Universität Veranstaltungen am 23. und 25. April durch: http://www.physik.uni-kiel.de/infos/max-planck.html Am 27. April öffnet schließlich die Ausstellung „Max Planck – Revolutionär wider Willen“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin ihre Pforten und wird dort noch bis zum 5. Oktober 2008 zu sehen sein: http://www.dtmb.de/ Im Web finden sich noch zwei Online-Ausstellungen zu früheren Jubiläen:
Das Heft 4/1948 der Physikalischen Blätter war gänzlich dem am 4. Oktober 1947 verstorbenen Max Planck gewidmet. Die nachfolgenden Artikel aus diesem Heft bieten eine zeitgenössische Perspektive auf Plancks Leben und Werk: ![]()
Das Heft enthält auch den Artikel aus den Verhandlungen der DPG zu Max Plancks Vortrag „Zur Theorie des Gesetzes der Energieverteilung im Normalspectrum“ vom 14. Dezember 1900, dem „Geburtstag der Quantentheorie“, denn Planck stellt darin seine berühmte Strahlungsformel und seine Quantenhypothese vor. [PDF 0,2 MB] Im Heft 4/1947 der Physikalischen Blätter schilderte Max Planck seinen Besuch bei Adolf Hitler, dem er nach der nationalsozialistischen Machtergreifung als Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft seine Aufwartung machen musste. [PDF 0,1 MB] Alexander Pawlak, Physik Journal Weitere Links:
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